Ich lege immer grossen Wert darauf, mich mit den Einheimischen gut zu stellen.
Etwa 300 m weiter in derselben Strasse ist ein Obdachlosenasyl. Dort bringe ich immer die Dinge hin, die die Pilger bei uns vergessen oder einfach zuruecklassen. Z.B. Kosmetikartikel oder zu schwere Kleidungsstuecke. Die Sozialarbeiter dort und die Obdachlosen freuen sich ueber die dinge. Ich habe inzwischen einen guten Draht zu den Sozialarbeitern.
Dann gibt es neben unserer Herberge einen grossen Sportclub. Dort ist auch ein Bistro. Im letzten Jahr habe ich mit dem Paechter dieses Bistros ein Abkommen geschlossen, dass Pilger aus unserer Herberge einen Sonderpreis erhalten.
Inzwischen hat der Paechter gewechselt. Die Herbergseltern vor mir teilten mir mit, dass sie das Lokal nicht mehr empfehlen koennen. Das Essen sei schlecht und zu teuer. Und zudem muss man den Wein extra bezahlen.
Ich also hin. Habe mich mit meinem spanischen Namen "Joaquin" vorgestellt. Der Wirt heisst Fermin. Ich habe mit ihm verhandelt, dass er fuer die Pilger unserer Herberge einen Sonderpreis macht. Wir kamen ueberein, dass unsere Pilger ein komplettes Menue mit 3 Gaengen und einen halben Liter Wein und Brot fuer 8 Euro bekommen.
Am naechsten Tag hatten wir 10 Pilger. Alle nahmen das Angebot zum Abendessen an.
Ich bin hingegangen um mich von der Qualitaet des Menues zu ueberzeugen.
Der Wirt und die Kelnerin strahlten ueber alle Backen. Die Pilger sassen alle an einem Tisch und genossen ihr Pilgermenue. Die waren mit dem Essen SEHR zufrieden.
Der Wirt hat sich sehr bei mir bedankt und mir einen 4-stoeckigen Congnac eingegossen!
Samstag, 20. Oktober 2007
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