Dienstag, 30. Oktober 2007

Anspruchsvolle Pilger

Gestern hatten wir 3 anspruchsvolle Pilger. Eine Frau und 2 Maenner. Die sagten, dass sie wenig Geld haetten und sich daher keine Restaurant-Besuche leisten koennen. Sie baten darum, ob sie sich in unserer Kueche ihr Abendessen zubereiten duerften. Unsere Kueche ist sehr klein. Sie verfuegt nur ueber 2 schlappe Kochplatten. Deshalb ist sie nicht geeignet, dass die Pilger ihr Essen darin zubereiten. Aber unsere Hospitalera Ursula hatte Mitleid mit ihnen und erlaubte es ihnen. Sie gingen dann in die Stadt.
Erst um 8 Uhr kamen sie zurueck. Dannn begannen sie zu kochen! Aber nicht etwa zusammen sondern jeder kochte fuer sich. Die Kueche war bis 22:00 Uhr von denen beschlagnahmt. Sie gingen ungeniert in unsere Vorratskammer und bedienten sich ohne zu fragen an unseren Voraeten. Sie haben die Kueche verdreckt zurueckgelassen. Eine Unverschaemtheit!!
Eigentlich trifft Ursula am Abend die Vorbereitungen fuer das Fruehstueck. Das ging nun nicht. Ursula ist vor Wut ins Bett gegangen.

2 Kommentare:

Admin hat gesagt…

Hallo Jochen
Wie sieht es mit der Spendenbereitschaft der Osteuropäer aus? Ein Bekannter in einer Herberge bei Burgos berichtete, dass die Pilger aus dem Osten wenig oder nichts in die Spendenkasse werfen. Vielleicht solltet ihr einen Grundbetrag vorsehen

Buen Camino
Reinhold

Jochen Schmidtke hat gesagt…

Wir haben in diesem Jahr niemanden gehabt, der sich um die Zahlung der 5 Euro für die Übernachtung gedrückt hat.
Das mit den Übernachtungen auf Spendenbasis geht zurück, weil es immer mehr "Herbergsschnorrer" gibt.
Wir verlangen für eine Übernachtung in unserer Herberge 5 Euro. Wer will, kann für 2 Euro ein Frühstück erhalten.

Jochen Schmidtke, der Besitzer dieses Blogs