Ich sehe inzwischen schon recht abgerissen aus. Hose, Weste und T-Shirt sind voller Rotweinflecken. Die Haare zottelig und verfilzt. Aber ich bin fit wie ein Turnschuh.
Von hier sind es noch rund 50 km bis Santiago. Aber ich rechne nicht damit, dass der Erzbischof mich in meinem Aufzug zu einer Audienz empfangen wird. Macht nix.
Ich denke, dass ich in 3 oder 4 Tagen am Ziel sein werde.
Jetzt wird es langsam Zeit, den Rueckflug zu organisieren.
Das Land hier erinnert mich immer mehr an unser Sauerland. Saftige Wiesen und fette Kuehe. Ich habe auch den Eindruck, dass die Bauern hier richer sind als in den anderen Regionen, durch die ich bisher gekommen bin.
Die Kuehe haben hier sehr grosse, spitze und breite Hoerner. Da kann man seine Waescheleine zwischen aufspannen.
Vorhin ging eine solche Herde langsam auf einem schmalen Waldweg vor mir her. Und ich musste mich daran vorbeidraengeln. Der Bauer hat aber geguckt, dass ich ohne Furcht zwischen seinen Kuehen durchging.
Samstag, 2. Juni 2007
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2 Kommentare:
Lieber Jochen,
alles Gute für die letzten Kilometer auf Deinem camino 2007!
Mit viel Freude habe ich Deinen Weg verfolgt. Vielen Dank auch für die nützlichen Informationen aus Deinem gelben Heft, die mir bei meiner Pilgerreise im Februar/März oft geholfen haben.
Buen camino
Ruth
Lieber Jochen,
Mit Freude habe ich Deine Berichte gelesen. Irgendwo zwischendrin hast Du gefragt, ob die wohl jemand lese. JA. Ich bin selbst seit 2004 jeweils jedes Jahr während 3 Wochen auf dem Camino und bin so die letzten Jahre von Genf nach Saint-Jean-Pied-de-Port gekommen. Dieses Jahr war ich nun vom 3.-23.5. von St.Jean-PP bis Sahagun gepilgert. Teilweise sind wir also mit einem Abstand hintereinander gelaufen. Sicher werde ich Deine weiteren Berichte mit grossem Interesse lesen und ich wünsche Dir alles Gute: Walter aus Winterthur
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