Wie viele von Euch wissen, bin ich bereits 1994 und 2002 diesen Weg gegangen. Da hat sich auf diesem Weg sehr viel verbessert. Waehrend ich 1994 noch kilometerlang auf dem Randstreifen der Staatsstrasse N120 gehem musste, wo mich die vorbeirasenden Sattelschlepper durch ihren Fahrtwind fast umwarfen, hat man versucht, den Pilgerpfad abseits der Staatsstrasse zu fuehren.
Wo das nicht ging, hat man neben der Strasse einen besonderen Weg fuer die Pilger geschaffen. Ausserdem ist jetzt die Autobahn fertig und auf der S 120 viel weniger Verkehr.
Somit kann der Pilger viel unbeschwerter gehen als frueher.
Es gibt inzwischen auch viel mehr Herbergen fuer die Pilger. In Carrion de los Condes hatte ich die Auswahl zwischen 3 Herbergen: Die alte historische Herberge in den Nebengebauden der Pfarrkirche. Dann betreiben die Klarissen in einem Teil ihres Klosters eine Pilgerherberge und verdienen sich damit etwas Geld.
Neuerdings haben die Vincentienerinnen (der gleiche Orden, der bei uns das Vincenz-Krankenhaus betreibt) die leerstehenden Raume ihres fruehren Maedchen-
Internats in eine Pilgerherberge umgewandelt.
Damit verdienen die alten Frauen sich etwas Geld fuer ihren Unterhalt.
In Berciano del Camino hat der oertliche Wirt eine Monopolstellung. Er betreibt die einzige Bar, das einzige Hotel und die Pilgerherberge. Es gibt zwar eine Dorfherberge, die wird aber nur geoeffnet, wenn der Wirt keinen Platz mehr hat. Es gibt nicht einmal einen Laden im Dorf. Das heisst, man muss alles, was man braucht, beim oertlichen Herbergswirt kaufen. Gerechterweise muss ich sagen, das er seine Monopolstellung nicht ausnutzt.
Dei Uebernachtung in einem Doppelstockbett kostet meist zwischen 5 und 6€. Dafuer bekommt man eine mehr oder weniger saubere Matratze. Saubere Klos und Duschen. Und vieleicht auch noch eine Wolldecke. Was will der Pilger mehr? Fuer Essen muss der Pilger selbst vorsorgen. Manchmal wir din der Herberge ein spanisches Fruehstueck angeboten: Minchkaffee, einige Scheiben geroestets Brot, eine Hotelpackung Marmelade und eine ebenso kleine Packung Butter.
Hier in Fromista gibt es auc 2 Herbergen. Die alte auf dem Dachboden der alten KIrche und neuerdings hat eine junge brasilianische Frau sich hier eine Existenz geschaffen. Sie hat in der Scheune eines interessanten Gebaudes eine prima Pilgerherberge mit 52 Plaetzen eingerichtet.
Mittwoch, 9. Mai 2007
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