Gestern sass ich in einem kleinen aussterbenden Kaff vor der oertlichen Bar. Es kam ein steter Strom von Pilgern durch das halb in Ruinen liegende Dorf. Beinahe jeder zweite Pilger setzte sich vor die Bar um etwas zum trinken und essen herauszuholen. Ich sah zu meinem Erstaunen an der Theke ein ekuehle Flasche Franziskaner Hefeweizen!! Natuerlich sofort bestelt. Dann noch die zweite Flasche getrunken. Aaahh, das zischte.
So hat wieder mal eine Frau eine Existenz gegruendet und ist nicht gezwungen, wegzuziehen.
So war das auch schon in alten Zeiten. Viele Menschen lebten von den Pilgern. Es zogen ja nicht nur arme Schlucker den Camino entlqang. Es kamen Herrscher mit grossem Gefolge. Die haben ordentlich Geld hier gelassen.
Dann waren da die Tempelritter. Nachdem Jerusalem an die Mohammedaner verloren gegangen war, habven sie sich hier entlang des Camino niedergelassen und grosse Burgen gebaut.
Auch die praechtigen Hospize zeugen davon, dass viele von den Pilgern gelebt haben.
Es kamen auch Handwerker, die besondere Kandwerkliche Kenntisse hatten. Die haben sich in besonderen Orten niedergelassen. Sie wurden sogar von den Herrschern mit Pivilegien angelockt. Es gibt sogar 2 Orte die "Vilafranca" heissen. Fuer die einfachen Leute waren alle Fremden einfach Franzosen.
Ich muss auch sagen, dass die Regionalregierungen sich sehr um die Verbesserung des Camino bemuehen. Wo ich bei meinen vorigen Caminos noch kilometerweit auf dem Randstreifen der Staatsstrase dicht an den vorbeirasenden Sattelschleppern gehen musste, wurden jetzt Pilgerwege neben der Staatsstrasse angelegt.
Donnerstag, 10. Mai 2007
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1 Kommentare:
¡Buenas tardes, peregrino Jochen!
Es ist schön, Tag für Tag, Deine herrlichen Berichte zu lesen und zu wissen, dass es Dir gut geht.
Anhand der Kommentare sehe ich, wie gern Deine Berichte von anderen Mitpilgern gelesen werden.
Übrigens… unsere Casa Paderborn ist fast jeden Tag ausgebucht.
Buen Camino, Jochen!!!
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