Sonntag, 27. Mai 2007

Im Nebel uebern den O´Cebreiro

Der Weg urch das wunderschoene Tal Valcarce war sehr schoen. Man kommt durch vertraumte kleine Doerfer.
Nach der letzten Ortschaft muss man sich entscheiden, ob man die Asphaltstrasse oder den schoenen Waldweg nimmt. Ich habe mich fuer den Waldweg entschieden. Da gings aber so richtig zur Sache! Der Weg wurde immer steiler. Hoch ueber mir konnte ich die ersten Haueser von La Faba, meinem Etappenziel sehen. Aber bis dahin dauerte es noch. Der Weg wurde immer steiler. Ich konnte immer nur rund 20 Schritte gehen und musste dann nach Luft schnappen. Ich war total geschafft, als ich oben war.
In dem Dorf wohnen nur noch 30 Einwohner. Dort hat die Jakobusgesellschft von Stuttgart das alte Pfarrhaus zu einer Pilgerherberge umgebaut und die verfallene Dorfkirche wieder hergerichtet. Bravo!!
Naechsten Tag ging es weiter zum Pass O´Cebreiro. Es waren auf sehr schlechten Wegen auf rund 4 km noch rund 400 Hoehenmeter zu ueberwinden. Als ich oben auf 1.350 Meter ankam war ich wieder geschafft. Bald nach meinem Aufbruch in La Faba sah ich, dass sich ueber den Bergen die Wolken zusammenzogen. Als ich die Grenze von Galicien erreichte, stand ich im dichten Nebel. Der Nebel und Nieselregen hielten sich den ganzen Tag ueber.
Der Gipfelort ist ein reiner Touristenort. Mich hielt es dort nicht laenger.
Ich bin dann noch weiter ueber den Pass San Roque und den Alto de Pojo gegangen. Dort auf dem Alto de Pojo auf 1.300 m Hoehe gibt es 2 Gasthauser. Das eine hat noch eine kleine Pension und das andere in einem Anbau eine karge und rattenkalte Pilgerherberge. Dort blieb ich ueber Nacht.
Heute Morgen bin ich bei Nebel, Kaelte und Nieselregen die 15 km nach Triacastela weitergegangen. Ich habe also von dem tollen Bergpanorama nichts gesehen.
Hier in Triacastela kann ich wieder im T-Shirt rumgehen.

1 Kommentare:

chicita hat gesagt…

Lieber Herr Schmidtke,

ich verfolge seit einigen Tagen Ihre Eintragung und möchte Ihnen ganz herzlich dafür danken, dass Sie sich solche Mühe machen.

Meine Freundin und ich werden in einigen Tagen zu unserer ersten Jakobstour aufbrechen. Viel Zeit für die Vorbereitung haben wir uns nicht gegeben, denn der Entschluss kam spontan, obwohl der Gedanke uns schon lange fasziniert. Wir wollen keine Hochleistung vollbringen, sondern erforschen, zu was wir fähig sind.

Unser Weg geht per Flieger bis Bilbao - dann Bus bis Burgos - dann sind die Füße an der Reihe.
Mal sehen, wie weit sie uns tragen. Ziel ist natürlich Santiago. Dabei darf aber auch mal ein Bus oder Auto dazwischengeschaltet werden.

Ich freue mich auf weitere Berichte von Ihrem Weg und wünsche gute Erholung von der Fahrt, bei dem vielleicht auch Michael Schumacher mal die Luft angehalten hätte.

Herzliche Grüße

chicita/jaköbchen