Hallo Freunde.
Jetzt bin ich in Santo Domingo de la Calzada.
Gestern gab es ein Gewitter. Ich war aber rechtzeitig in der Herberge. Massenunterkunft. Die Betten eng an eng.
Beim Abmarsch nieselte es. Das ging bis Mittag so. In Azofra wollte ich Roland Kolle aus Aachen besuchen, der dort eine Herberge betreibt. Leider war er nicht zuhause. Dafuer habe ich mir in der Bar den Bauch voll gehauen: 2 Spiegeleier mit Schinken und Brot. Dazu einen Kaffee. Als Abschluss noch ein Glas Bier. Pfui, und sowas am Morgen um halb zehn.
Der Regen wurde staerker und wuchs sich zu einem Landregen aus. Die Wege wurden matschig und der Lehm klebte an den Fuessen. Die Schuhe wurden Kilo-schwer!
Bei km 15 in Cirinñuela wollte ich Jutta Lupprich besuchen, die dort eine Herberge betreibt. War leider auch nicht zuhause. Schade!
Ich bin dafuer in die oertliche Bar gegangen und habe mich mit einem Bier getroestet. Es stellte sich heraus, dass die junge Frau dort Russin ist. Was es alles auf dem Camino gibt!!
Gergen 2 Uhr war ich hier. ich wollte eigentlich die Nonnen hier unterstuetzen, die hier eine Herberge betreiben. Mir wurde leider nicht geoeffnet.
Ich ging dann letztlich zur Herberge der hiesigen Bruderschaft. Leider hatte ich mit dem Warten auf die Nonnenherberge einfach zu viel Zeit vertroedelt. Als ich dran war, war die Herberge voll. Son Schiet!
Aber der Hospitalero hat dann noch fuer uns ein Privatquartier besorgt. Ich schlafe mit einem Paar in einem Raum. Ich habe denen streng verboten, irgendwelche Dinge miteinander anzustellen. Sie versicherten mir, sie seien dazu sowieso viel zu muede.
Leider hat der Hahn in der Kirche nicht gekraeht.
Dummerweise habe ich mir ganz gegen meine Gewohnheit nicht gemerkt, in welchen Eingang die Frau mit uns gegangen ist. Ich weiss also zur Zeit nicht, wie ich mein Schlafquartier wiederfinden soll.
Donnerstag, 26. April 2007
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